Ein Leben zu retten, verändert nicht die Welt, aber die Welt für dieses Leben!

Vermittlung

Alle Tiere werden vor der Vermittlung einem Tierarzt vorgestellt, geimpft, gechipt und gegen Parasiten behandelt. Sie sind augenscheinlich gesund andernfalls informieren wir Sie als potentiellen Adoptanten selbstverständlich frühzeitig darüber. Die Tiere besitzen sämtlich einen EU-Heimtierausweis. Zur Deckung der von uns verauslagten Kosten (Futter, Tierarzt, Flug usw.) fallen 350 Euro an.

Sollten Sie sich für einen unserer Hunde interessieren möchten wir Sie bitten, den unter Formulare aufgeführten Fragebogen zur Selbstauskunft auszufüllen und an uns zu senden (info@wir-fuer-alle-felle.de).

Unsere Hunde werden grundsätzlich nur nach positiver Vorkontrolle vermittelt. Wir möchten natürlich sicher gehen, dass unsere Schätzchen in das, für sie, richtige Zuhause einziehen.

Sollten Sie Fragen haben, nehmen Sie gerne Kontakt mit uns auf! 

 

Mitgliedschaft

Natürlich freuen wir uns über jede Art der Unterstützung. Jeder, der uns in unsere Tätigkeit unterstützen möchte, kann und darf gerne Mitglied bei uns werden. Dazu nutzen Sie bitte den unter Formulare aufgeführten Antrag zur Mitgliedschaft. Der Jahresbeitrag beträgt 30€ und wird, nach Beitritt, ab dem darauf folgenden Kalenderjahr jeweils zum 1. April per Bankeinzug eingezogen. Den 1. Jahresbeitrag bitten wir, zu überweisen.

Sollten Sie Fragen haben, nehmen Sie gerne Kontakt mit uns auf!

 

Informationen zu Krankheiten 

Die im Folgenden aufgeführten Informationen über Mittelmeerkrankheiten (MMK), dienen der Aufklärung. Erfahrungswerte zeigen, dass nur ein sehr geringer Teil, der bisher vermittelnden Hunde, an einer MMK erkrankt ist. Je aufgeklärter die Adoptanten, desto größer ist die Chance diese MMK zu diagnostizieren. Und umso größer ist die Möglichkeit, dass Ihr Hund ein gesundes Leben führen kann. 

Viele Menschen im nördlicheren Europa sind immer wieder verunsichert, einem Hund aus Griechenland, Spanien, Italien, der Türkei usw. ein neues Zuhause zu geben, weil das Schreckgespenst 'Mittelmeerkrankheiten' immer wieder grassiert.

Zu den Mittelmeerkrankheiten zählen Leishmaniose und Filarien. Die Babesiose und die Ehrlichiose sind längst keine reinen Mittelmeerkrankheiten mehr, denn sie haben den Einzug über die Alpen schon längst geschafft und befinden sich mittlerweile auch in der Schweiz, Österreich und Deutschland. Mit einem sogenannten "Mittelmeertest" kann das Risiko, dass der adoptierte Hund unerkannt an einer solchen Erkrankung leiden könnte, schon einmal vermindern.

An dieser Stelle möchten wir aber auch darauf hinweisen, dass j e d e r Hund (auch Hunde aus Deutschland) einem Check unterzogen werden sollte, denn auch z.B. auf einer Urlaubsreise könnte der Hund einmal mit Sandmücken oder Ähnlichem in Berührung gekommen sein.

Also ist jeder Hund, bei dem wir nicht ganz genau wissen, woher er kommt und was er bereits in der Zeit davor erlebt hat, verdächtig z. B. an Leishmaniose oder Filariose erkrankt zu sein.

Nun aber wieder zum eigentlichen Thema:

Man sollte beachten, dass Hunde unter 10 Monaten noch nicht sicher ausgetestet werden können.

Wir empfehlen deshalb immer den Test erst ab einem Alter von ca. 12 Monaten durchzuführen.

Auch bei getesteten Tieren aus den Ausland wird ein Wiederholungstest nach ca. sechs Monaten im Ankunftsland empfohlen.

Behandlung:

Ein besonderes Augenmerk auf der Leishmaniose, die oft ein ganzes Leben behandelt werden muss, Unbehandelt kann sie zu schweren Organschädigungen führen. Mit dem richtigen Medikament (nachzulesen im weiteren Verlauf dieser Seite) kann der Hund aber trotz Erkrankung ein normales unbeschwertes Leben führen und auch ein hohes Alter erreichen.

Um eine aussagekräftige Diagnose stellen zu können, führt der Tierarzt einen großen Bluttest durch. Die häufig angebotenen "Quick-Tests" sind nicht ausreichend. Die Kosten für einen Test auf Mittelmeerkrankheiten belaufen sich auf ca. 100 €. 

Nachfolgend sind weitere Ausführungen zu den einzelnen Krankheitsbildern aufgeführt.


Leishmaniose 

Die Krankheit, die von einigen Tierärzten leider noch immer vorschnell diagnostiziert wird, wenn ein Hund aus dem Süden kommt. Dadurch werden meist andere Infektionskrankheiten außer Acht gelassen und oft kommt es dann aufgrund der Fehlbehandlung zu sehr schweren Krankheitsverläufen. Leishmaniose darf keinesfalls unterschätzt werden, aber nicht jeder Auslands-Hund mit Durchfall oder Hautveränderungen leidet automatisch daran. In Mitteleuropa wird die Leishmaniose als klassisch tropenmedizinische Infektionskrankheit gesehen. Sie nimmt derzeit stark zu und aufgrund des enormen Tourismus in die Mittelmeerregionen steigt auch in Deutschland, der Schweiz und Österreich die Zahl der Leishmaniose-Infektionen bei Mensch und Tier.

Die Leishmanien können NUR DURCH SANDMUECKEN der Gattung Phlebotomus übertragen werden - ähnlich wie bei der Malaria-Erkrankung, bei der die Übertragung nur durch eine weibliche Stechmücke der Gattung Anopheles erfolgt. Hin und wieder wird behauptet, dass Leishmanien durch Zecken, Flöhe, andere Mückenarten oder Milben, durch Beißereien zwischen Hunden oder durch Speichel übertragen werden. Diese Aussagen sind schlichtweg falsch und nicht dokumentiert!

Diese Sandmückenart wurde bereits im Jahre 1999 in Deutschland entdeckt.

Die Mücken, die meist in den Abend- und Nachtstunden anzutreffen sind, übertragen die Leishmanien durch einen Stich zunächst unter der Haut. Über das Blut gelangen die Erreger dann in weitere Organe, z.B. in Milz, Leber und das Knochenmark. Krankheitsanzeichen treten oft erst WOCHEN, MONATE ODER JAHRE NACH DER INFEKTION auf. Das Ausmaß reicht von Hautrötungen bis zu eitrigen Geschwüren, die nur schwer oder überhaupt nicht abheilen, Nasenbluten, unstillbarer Durchfall, allgemeine Trägheit etc. runden das Bild ab. Es gibt aber keine typischen Symptome, die ausschließlich auf Leishmaniose hinweisen.

Ein großes Blutbild gibt Aufschluss über die Schwere der Erkrankung.

 Labordiagnostik - Antikörper- Titerbestimmung:

unter 1:40 negativ

über 1:80 positiv.

Liegt das Ergebnis zwischen diesen Werten bedeutet das, dass das Tier zwar mit dem Erreger in Kontakt gekommen sein muss, eine Infektion jedoch nicht nachweisbar ist. Eine Behandlung mit Allopurinol kann aber zur Sicherheit durchführt werden. 

Sobald der Titer aber höher liegt als 1:40, sollten halbjährliche Kontrollen durchgeführt werden. 

 

Dirofilariose (Herzwurmerkrankung)

Herzwürmer werden durch Stechmücken, manchmal aber auch durch Zecken oder Flöhe übertragen. Auch eine Infektion im Mutterleib ist möglich. Von der Haut wandern die Larven der Herzwürmer in die Muskulatur, dringen in die Blutbahn ein und gelangen so bis zum Herz. Die Würmer leben dann in den Blutgefäßen und können diese verstopfen. 

Die erwachsenen Würmer werden bis zu 30 cm lang und siedeln sich häufig in der rechten Herzkammer und in der von dort, in die Lunge führende Arterie an. Es kommt zu Einschränkungen der Herzfunktion. Auch Atemnot, Gewichtsverlust und chronischer Husten sind typische Symptome. In unserem Tätigkeitsbereich sind bisher noch keine Fälle von Herzwurmerkrankungen aufgetreten.

Ein Nachweis im Labor ist erforderlich.

Als effektive Behandlung haben sich Spot-On-Präparate (Stronghold) erwiesen, diese auch die bereits übertragenen Filarien im Blut abtötet.

Große Würmer müssen eventuell operativ entfernt werden.

ACHTUNG: Gegen Dirofilariose bietet ein Scalibor-Halsband keinen ausreichenden Schutz, da es die Art der Stechmücken, die die Erreger übertragen nicht abwehrt.

  

Giardiose

Giardien sind Einzeller, die hauptsächlich durch die Aufnahme von verunreinigtem Trinkwasser in den Wirtskörper gelangen. Hartnäckiger, schleimig gelblicher (manchmal auch blutiger) Durchfall ist ein typisches Symptom. 

Auch starker Juckreiz kann auftreten, was oftmals zu Fehldiagnosen führt.

Giardien gibt es nicht nur im südlichen Europa, sie treten auch in Zwingeranlagen z. B. von Tierheimen in Deutschland öfters auf - meistens im Sommer oder Herbst.

Panacur (Fendabendazol), ist das Mittel der Wahl. Entgegen der Empfehlung in der Packungsbeilage, sollte bei starkem Befall die Behandlung über 5 Tage erfolgen, 3 Tage Pause und dann nochmals 3 Tage. Im gleichen Haushalt lebende Tiere, sollten präventiv ebenfalls mit Panacur behandelt werden (laut Packungsbeilage).

Bei leichtem Befall kann man allerdings viel weniger verabreichen. Bitte fragen Sie dazu einen Tierarzt, der Erfahrung mit Giardien hat.

Selbstverständlich ist auch immer das Gewicht bei den Hunden zu beachten. So reicht es bei Welpen schon mit 50 mg/Tag - größere Hunde brauchen aber wesentlich mehr. 

 

Babesiose 

Babesiose wird durch zwei Zeckenarten (Rhipicephalus und Dermacentor) übertragen, die mittlerweile großen Teilen Europas heimisch sind, unter anderem in Süddeutschland. Deshalb ist die Bebesiose längst keine Mittelmeerkrankheit mehr. 

Die Erreger, Babesien genannt, befallen die roten Blutkörperchen und zerstören diese. 

Die Symptome unterscheiden sich je nach Krankheitsverlauf und sind daher für Tierärzte oft schwer zu diagnostizieren. 

Einige typische Symptome sind: 

stark beeinträchtigtes Allgemeinempfinden, Apathie, Mattigkeit, Fieber, blasse Schleimhäute, Lähmungen, Bewegungsstörungen, starkes abmagern, Milz- und/oder Leberwerte sind außerhalb des Normbereichs, teils treten Hautveränderungen auf 

Sollten Hunde solche Auffälligkeiten zeigen, bitte unbedingt auf Babesiose testen lassen. Zu spät erkannte Babesiose kann tödlich enden. Früh erkannt ist sie durchaus heilbar!

Labordiagnostik:

Schon ab dem 10. Tag nach einer Infektion sind Antikörper nachweisbar. 

Titer geriner 1:20 negativ

Titer  größer/gleich 1:40 vorausgegangene Infektion wahrscheinlich

Der Krankheitsverlauf kann akut aber auch chronisch sein.

ACHTUNG: ein Hund der positiv auf Babesien getestet wurde, muss SOFORT behandelt werden. Häufig kommt es durch den Babesienbefall zu Kreuzreaktionen und auch andere Titer sind erhöht. Das bedeutet nicht zwingend, dass der Hund mehrere Krankheiten auf einmal hat. 

Babesien sind nicht von Hund zu Hund oder von Hund zu Mensch übertragbar, ausschließlich die o.g. Zeckenarten können die Erreger übertragen. Eine bewährte Präventionsmaßnahme sind daher die Scalibor-Halsbänder die den Hund zudem gegen die Überträger der Leishmaniose, die Sandmücken, schützen.

 

Ehrlichiose 

Auch die Ehrlichiose wird durch Zecken übertragen. Häufig gehen Ehrlichiose und Babesiose Hand in Hand, da die betreffenden Zecken beide Erreger übertragen. Ehrlichiose ist in fast ganz Europa verbreitet ( auch in Deutschland nimmt die Krankheit durch die Klimaverschienbung ihren Lauf...). Die Inkubationszeit liegt bei 8 - 20 Tagen. Ehrlichien befallen die weißen Blutkörperchen und schädigen das Immunsystem. Die Symptomatik reicht von 'keine Symptome' bis zur Juckreiz, Übelkeit, Gelenksbeschwerden, Fieber, Absinken der Thrombozyten (Blutungsneigung!).

Ehrlichiose ist - rechtzeitig erkannt - durch eine mehrwöchige Antibiotikatherpaie (DoxycyclinHYCLAT) sehr gut heilbar.

Auch hier bieten Scalibor-Halsbänder Schutz.

 

Weitere Darmerkrankungen

  • Bei einer Darmerkrankung spielen neben Würmern und Giardien auch noch andere Erreger eine große Rolle. So gibt es neben den Viren auch zahlreiche Bakterien, z. B. Campylobacter, Clostridium difficile und andere. 

    Hier versagen Entwurmungsmittel wie Drontal oder Panacur, weil sie nicht gegen die Bakterien zu Felde ziehen.

    Es hilft nur ein Breitspektrumantibiotika.

  • Ein weiterer Einzeller (eine Klasse der Protozoen) sind die Kokzidien, die mit Sulfonamide behandelt werden sollten.

    Das beste ist immer bei Darmerkrankungen eine Kotuntersuchung beim Tierarzt zu veranlassen, damit im Einzelnen heraus gefunden wird, ob es sich bei den Erreger des Durchfalls um Bakterien, Giardien oder Würmer handelt. Wichtig ist immer auch eine Umstellung des Futters, z. B. Hühnchen mit Reis oder die gute alte Haferschleimsuppe, die auch bei unseren Vierbeinern eine Linderung schafft.

    Sehr wichtig ist jetzt auch eine ausreichende Wasser - und Mineralstoffzufuhr (vor allem bei Welpen und Jungtieren) sonst kann es leicht zur gefährlichen "Austrocknung" kommen.